„Es ist ein Koenigsegg!“ Der Megacar, welcher die Menge begeistert
Es gibt Momente, da wäre wohl manch einer ganz besonders froh, Multimillionär zu sein. Denn zum Preis eines einzigen Koenigsegg könnte man sich beispielsweise zwei Einfamilienhäuser, eine 25 Meter lange Occassion-Luxusjacht, eine gebrauchte Cessna oder ein paar Lamborghinis kaufen. Doch was macht einen Koenigsegg so besonders und begehrt? streetwheelz1 erlebte an der Auto Zürich 2024 den Koenigsegg aus unmittelbarer Nähe.

„Sogar die Photonen lieben den Koenigsegg.“ — streetwheelz1
Ein Name, der Hypercar-Fans bewegt
"Es ist ein Koenigsegg!" Dieser ehrfürchtige Ausruf war an der Auto Zürich 2024 immer wieder zu hören im Showbereich von SIC Carage, dem exklusiven Schweizer Händler von Koenigsegg. Sogar kleine Buben wussten sofort, welches besondere Fahrzeug da vor ihnen stand. Der Andrang zum Stand mit den fünf ausgestellten Koenigsegg-Modellen (Gemera, One:1, Regera, Absolut und Attack) war sehr gross. Einlass in den eigentlichen Showroom-Bereich gab es vorwiegend nach dem Zufallsprinzip. Doch selbst nach dem Event, als die Schaulustigen vor dem Parkhaus standen, um einen Blick auf die wegfahrenden Supercars zu werfen, fiel immer wieder diese eine Name: Koenigsegg. Auch ein junger Vater nebenan auf dem Gehsteig, der mit Kinderwagen und Frau in der Menge wartete, vertröstete seine Familie mit den Worten: "Warten wir noch auf den Jesko."
„Warten wir auf den Jesko.“ — Ein Vater hofft, vor dem Parkhaus einen Blick auf das Hypercar zu erhaschen

„Der Jesko Absolut ist theoretisch das schnellste straßenzugelassene Auto.“ — streetwheelz1
Was dieses Auto so besonders macht
Beginnen wir mit den offensichtlichen Gründen, warum ein Koenigsegg so begehrenswert ist: die perfekte Kombination von Ästhetik und Funktionalität. Letztere lässt sich diesem Auto definitiv nicht absprechen, denn der Jesko Absolut gilt neben dem Bugatti Chiron Supersport (490 km/h) theoretisch als schnellstes strassenzugelassenes Auto, übertrifft diesen in Simulationen sogar signifikant (530 km/h).
Der Jesko Attack wiederum mit seiner noch aggressiveren Optik bringt alles mit, was auf einer Rennstrecke wichtig ist. Seine aussergewöhnliche Abtriebskraft wird durch einen Heckspoiler mit Doppelflügel-Design und eine passive sowie aktive Aerodynamik begründet. Des Weiteren sorgt ein spezielles Fahrwerk dafür, dass Kurven besonders schnell genommen werden können.

„Bekanntlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters, doch ja, dieses Auto ist schön.“ — streetwheelz1
Carbon als Teil der Fahrzeug-DNA
Koenigsegg gehört zu den frühen Pionieren, welche das besonders leichte und widerstandsfähige Carbon in ihren Serienfahrzeugen nutzten. Zwar können Käufer die Modelle auch lackiert kaufen, doch die wenigsten möchten auf die auffällige Maserung des "Visible Carbon" verzichten. Die ganze Form des Jesko ist auf Tempo ausgerichtet, aber bietet so viel mehr als das. An diesen stromlinienförmigen Linien und dem Spiel der Oberfläche mit Licht und Schatten kann man sich irgendwie nicht sattsehen. Bekanntlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters, doch ja, dieses Auto ist schön.


„Dies mag ein ungewöhnlicher Anblick sein für ein solch teures Auto.“ — streetwheelz1
Der Reiz der Seltenheit
Ein weiterer Grund, der den Koenigsegg so besonders macht, ist seine Seltenheit in der Öffentlichkeit. Es ist kein Auto, das man oft auf den Strassen der Schweiz sieht. Nicht einmal auf dem Bürkliplatz, dem Zentrum des Car-Spottings in Zürich, kann man hoffen, einen Hypersportwagen so. Mit viel Glück sieht man dort eher einen Bugatti.

Vielmehr ist er eine Art Phantom, welches sich manchmal ganz unverhofft materialisiert wie beispielsweise an einem Samstag Abend im Februar 2024, als plötzlich der Jesko Absolut in der Zürcher Innenstadt einen Parkplatz in Beschlag nahm und sofort von Dutzenden Carspottern umringt war. Die vielen Tiktok-Videos dokumentieren dies eindrücklich.
Ein anderes Mal, als der Jesko für Aufsehen sorgte, war, als er sich, offensichtlich über Nacht eingeschneit, richtiggehend durch den Schnee von St.Moritz pflügte. Auf dem glänzenden Carbon lag immer noch der weisse Belag, während der Hypercar anlässlich des schliesslich abgesagten ICE 2024 durch den Schweizer Ski-Ort fuhr. Dies mag ein ungewöhnlicher Anblick sein für ein solch teures Auto (ca. ab 3 Mio Euro), aber der Schnee stand ihm gut und die Videos gingen viral.

Gewiss ist das, was man nicht haben kann, oft das Begehrteste. Vergangenes Jahr kamen an die Auto Zürich über 60'000 Besucher und dieses Jahr mag es ähnlich sein. Vermutlich hätte der eine oder andere Automobil-Enthusiast unter ihnen tatsächlich zum Carage-Showroom spazieren können, um eines der Modelle direkt nach Hause mitzunehmen. Doch die meisten von uns werden nie ein solches Teil besitzen, denn es kostet so viel, wie ein durchschnittlicher Schweizer nicht einmal in 40 Jahren Berufstätigkeit insgesamt verdient.

Eine bewegte Firmengeschichte
In diesem technischen Meisterwerk steckt nicht nur viel Kraft, sondern auch eine mittlerweile dreissigjährige Geschichte mit Höhen, aber auch Tiefen. Die Aura des Besonderen hat sich die Firma Koenigsegg hart erarbeitet und man könnte deren Entwicklungsgeschichte als eine typische Heldenreise bezeichnen, bei welcher der Protagonist viele schwere Prüfungen und Gefahren zu überwinden hat, bis er schliesslich mit seinem Unterfangen erfolgreich sein wird. Die Geschichte klingt beinahe wie ein Märchen: Ein junger Adeliger in Schweden, gerade einmal 22 Jahre alt, beschliesst im Jahre 1994, einen bahnbrechenden Supersportwagen zu entwickeln.
Doch die Umstände sind schwierig. Vom vom frühen Konzeptmodell 1996 bis zum kommerziellen und gesellschaftlichen Durchbruch mit dem Modell CCX vergehen zehn Jahre. Dazwischen liegen wilde Zeiten, geprägt unter anderem von der fieberhaften Suche nach dem richtigen Motor und einer Feuersbrunst, welche fast den Prototypen und die Baupläne zerstörte hätte. Auch die Arbeit mit dem damals noch neuartigen Werkstoff Carbon ist ein Wagnis.
Fazit: Bis zu den heutigen Koenigsegg-Automodellen, welche die Stars vieler Autofans sind, war es ein langer Weg. Zum Glück für uns alle hat Christian von Koenigsegg trotz aller Widrigkeiten an seinem Kindheitstraum festgehalten und wir können gespannt sein auf seine nächsten Kunstwerke, von denen dann auch wir träumen können.

Sehen Sie sich unser Video an: Exklusiver Blick auf 5 Koenigsegg Hypercars auf der Auto Zürich 2024
Einige Fakten über den Koenigsegg
Seit 2002 wurden elf Modelle in extrem begrenzten Stückzahlen produziert. Vom One:1 (2014), der auch auf der Auto Zürich 2024 ausgestellt war, existieren nur sieben Exemplare. Der Jesko (2022) ist auf 125 Exemplare limitiert, aufgeteilt auf die Versionen Absolut und Attack. Als Hypercar mit Verbrennungsmotor verfügt er über eine bemerkenswerte Beschleunigung von 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und liegt damit vor dem McLaren Speedtail (2,7 Sekunden), dem Lamborghini Aventador SVJ (2,8 Sekunden) und sogar dem Porsche 911 Turbo S (2,7 Sekunden). Seit 2006 entwickelt Koenigsegg auch seine Motoren selbst. Die meisten neueren Koenigsegg-Modelle werden von einem 5,0-Liter-Biturbo-V8-Motor angetrieben und haben Heckantrieb. Im Jahr 2020 brachte Koenigsegg den Gemera auf den Markt, einen Viersitzer mit dem innovativen Dreizylinder-Hybridmotor „Tiny Friendly Giant“ (TFG) mit 1.700 PS, der dank Allradantrieb in nur 1,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.
Über SIC Carage
Carage ist ein High-End-Händler und spezialisiertes Servicecenter für Supersportwagen und Luxusfahrzeuge. Als offizieller Händler von Koenigsegg und Marken wie Porsche vereint Carage Verkauf, Wartung, Individualisierung und Community-Aufbau unter einem Dach. Alle bei SIC Carage zum Verkauf stehenden Koenigsegg-Modelle sind in der Schweiz straßenzugelassen (homologiert).
SIC Carage-Website: https://www.carage.net
Koenigsegg-Website: https://www.koenigsegg.com
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